Art-Abstract – X Capitals Europa – Photographie Ausstellung im Auswärtigen Amt
Art-Abstract – X Capitals EuropaIn der Ausstellung zu sehen sind insgesamt 210 großformatige Rollbilder (Iris Prints) in 21 Serien zu je zehn Bildern aus Berlin, Budapest, Helsinki, Ljubljana, Nikosia, Riga, Tallinn, Valletta, Warschau und Wien. Das Konzeptkunst-Projekt X Capitals Europa ist ein konstruktiver Wertediskurs über Demokratie, Freiheit, Religion, Familie und Geld. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den neuen EU Mitgliedern sowie in einem bisher noch nicht gekannten Ausstellungskonzept.
X Capitals Europa ist gewissermaßen eine Bestandsaufnahme am Vorabend des 20. Jubiläums des Mauerfalls 2009 in Europa und reflektiert zwischenmenschliche und interaktive Erfahrungen in zehn europäischen Hauptstädten in 21 Motiven. Daraus entsteht ein innovatives Panorama urbaner und europäischer Lebenswelten – mittels einer speziellen Technik der Schwarz-Weiß-Photographie und einer für diese Ausstellung adaptierten Rollbildtechnik im traditionellen japanischen Stil. Umrandet werden die Bilder mit eigens für die 21 Serien entwickelte Musterfonds, die direkt als ein Print auf das Trägermedium gedruckt sind. Inspiriert sind die Muster von der Mangaästhetik und der Pop Art. Die Iris-Prints wurden mit dem Drucker ›EPSON Stylus PRO 9880‹ hergestellt und auf die flexible Trägerfolie ›EPSON Enhanced Adhesive Synthetic Paper‹ ausgedruckt.
Der “Eiserne Vorhang” fiel vor beinahe 20 Jahren und bot damit die wichtigste Voraussetzung für Berlin, zu dem zu werden, was es heute ist: eine moderne, pulsierende, beliebte und weltoffene europäische Metropole. Die Vorbereitungen zu den Jubileen im Jahr 2009 laufen bereits. Dieses umfassende Projekt schaut voraus und reflektiert Berlin und das neue Europa nachhaltig. Dass Konzeptkunst und Photographie das Projekt “X Capitals Europa” lenken, wird erstmals im März 2008 als Gastausstellung im Lichthof des Auswärtigen Amtes gezeigt. “X Capitals Europa” ist ein freies Kunstprojekt und frei von parteipolitischer Gesinnung.
Darüber hinaus ist X Capitals aber nicht nur eine Reihe von Städteporträts im geläufigen Sinne. Hinter den Photographien stehen drei philosophische Ebenen, die komplexe und neue Ansätze geben, mit dem Medium Photographie zu arbeiten.
Die erste Ebene:
Die Photographie- Technik, ist inspiriert von einer noch jungen Disziplin in der Elementarphysik, der Quantenmechanik und der Superstring- (M) Theorie. Hier wird die Metapher eines diskreten Zustandes von werdender Realität reflektiert, der eine gewisse 11-dimensionale „Körnigkeit” aufweist, ähnlich einem Mosaik, aus dem bei grösser werdender Distanz ein Bild entsteht. Dies ist auch die Matrix in meinen Bildern, aus der eine nicht vollendete Realität und erstmals eine Vorahnung von Zukunft in der Photographie abgebildet wird.
Die zweite Ebene
Die Ausstellungsgestaltung, ist quasi ein Gegenbild zum Babylonischen Gleichnis und will viele Kulturen und Sprachen auf einen Punkt vereinigen.
Die dritte Ebene
sucht die Erkenntnis, das Neue. Sie wird im Gedanken von Leon Eisenberg (Harvard Medical School) gespiegelt, der die soziale Konstruktion neuronaler Strukturen im menschlichen Gehirn beschreibt. Das X Capitals-Konzept ist eine Art Werkzeug zum knüpfen interkultureller sozialer Beziehungen, um sie für den Betrachter nachvollziehbar in Ausstellungen sichtbar und emotional zugänglich zu machen. X Capitals reflektiert das instabile Paar der sinnlich berfiedigenden und individuellen Attraktionen; Krieg und Frieden, auf unterschiedlichen psychologischen und sozialen Ebenen. Mit X Capitals unternehme ich den Versuch, es um eine dritte stabilisierende Position von Wahrnehmung zu bereichern, die ich Die dritte Entsprechung nenne. Sehr lebendig schildert der Film Am Anfang war das Feuer, von Jean-Jacques Arnaud einen ähnlichen Weg, eine neue sinnliche Attraktion zu finden, der mich zu der X Capitals-Projektreihe inspirierte.
Alle Bilder sind in einem PDF-Katalog zusammengefasst,
der unter folgendem Link auf der Projekt-Webseite zur Ansicht zur Verfügung steht: www.x-capitals.de/Neue_Dateien/xcapitalseuropadeuPDF15mb.pdf
• Die 10 Städte sind in alphabetischer Reihenfolge: Berlin, Budapest, Helsinki, Ljubljana, Nikosia, Riga, Tallinn, Valletta, Warschau und Wien.
Die Konzeption von X Capitals sieht vor, dass insgesamt 21 Motive in allen Städten auf die gleiche Weise photographiert werden. In der Ausstellung hängen dann die Rollbilder aus den 10 Städten nach den 21 Motiven sortiert. Neun Motivserien seien hier abschließend genannt.
• Die 10 Bürgermeister in ihren Büros (als Symbol demokratisch legitimierter Macht)
• Die 10 regionalen Metro-, S-Bahn- oder Bus-Haltestellen (als Ort regionaler Mobilität)
• Die 10 höchsten Gebäude (als Symbol architektonischer Vision)
• Die 10 traditionell, noch heute praktizierten Hochzeiten (als Symbol familiärer Identität)
• Die 10 wichtigsten nationalen Sportarten (als Ort kollektiver Begeisterung)
• Die 10 nationalen Symbole für Freiheit (als Symbol für weltliche, kollektive Visionen)
• Die 10 Orte des Wandels (z.B. das Musée d’Orsay, Paris: vom Bahnhof zum Museum)
• Die 10 markantesten Kontraste zwischen Alt und Neu (als Ort der konstruktiven Spannung)
• Die 10 wichtigsten Bahnhöfe (Als Ort des Ankommens auf eisernen Schienen)
Ein besonderer Dank gilt den Kooperationspartnern:
• Schirmherrin des Projekts ist Frau Prof. Dr. Gesine Schwan
• Senatskanzlei von Berlin / Büro für Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften
• Auswärtige Amt
• Europäische Akademie Berlin e.V.
• EPSON DEUTSCHLAND gewährleistet im Rahmen einer Technik-und Materialbereitstellung das Scannen und Printen der 210 Rollbilder
• Inforadio rbb (Medienpartner)



